Der Verliebe / Aufnahmen für Anna
Auf www.lulu.com ist Tristan von der Beys Buch Der Verliebte / Aufnahmen für Anna erschienen.
Aufsätze
Bei www.lulu.com ist Tristan von der Bey Sammlung Aufsätze erschienen:
Francis Bacon, James Joyce, Roman Jakobson und Jacques Derrida sind die Künstler, Dichter und Denker, mit denen sich Tristan von der Bey in seinen vier Aufsätzen auseinandersetzt. Malerei, Philosophie, Literatur und Poesie bilden das breite Spektrum, das betrachtet wird. Hier steht das scharfsinnige analytische Denken im Vordergrund, tritt der eigene Gedanke hinter das Werk zurück, das im Fokus der Betrachtung liegt. Die Deutung steht im Vordergrund. Und doch zeigen die Reflexionen über Texte wie den Ulysses von James Joyce oder die Grammatologie von Jacques Derrida, dass die Schleife der Gedanken unendlich und unergründlich ist. Wer es einmal betreten hat – so ein möglicher Schluss -, möchte das Labyrinth des Denkens nie wieder verlassen. Er hat in ihm sein Paradies gefunden.
Von Eis und Meer on Air
Martina Jung hat auf Orange 94.0 in ihrer Sendung Martinas wundervolle Welt der Bücher zwei Geschichten aus Von Eis und Meer vorgestellt: Eine wie keine und Tilmann.
“Von Eis und Meer” Radio-Stream
Tristan on air @ Radio Orange 94.0
Am Samstag, den 21. August von 12 Uhr bis 13 Uhr, wird Martina Jung im Radiosender Orange 94.0 einen Bericht über “Von Eis und Meer” senden!
Martina Jung wird in ihrem charmanten und eloquenten Erzählton die Geschichten “Eine wie keine” und “Tilmann” lesen.
Die Sendung kann über das Internet verfolgt werden: Live Stream Orange 94.0
"Von Eis und Meer" im Radio
Martina Jung hat in ihrer Radiosendung “Martinas wundersame Welt der Bücher” (Orange/Wien) den Erzählband “Von Eis und Meer” vorgestellt. Neben einer kurzen Einführung in das Werk hat Martina Jung die beiden Geschichten “Eine wie keine” und “Tilmann” vorgelesen.
Der Beitrag soll in kürzer auf dieser Homepage eingestellt werden.
Bei Interesse kann er auch beim Autor angefordert werden.
„Von Eis und Meer“, Autor: Tristan von der Bey, Verlag: Schillinger
Ein symbolträchtiger Buchtitel und ein ebensolches Titelbild – nämlich ein Eisberg – machen der aufmerksamen Leserschaft auf den ersten Blick klar, was sie erwartet; Steht doch das Element Wasser für die Welt der Emotionen; bleibt doch der Großteil eines Eisberges im Meer verborgen …
Ein wesentlicher Aspekt, der sich in allen zwanzig Erzählungen der Lektüre wiederfindet, der sich quasi wie ein blaues Band durch alle Geschichten zieht, sind Gefühle in ihren unterschiedlichsten Facetten und zwischenmenschlichen Ausformungen.
„Schreiben IST Emotion“ oder „Darum geht es doch in allen Geschichten“, werden nun manche entgegnen. Stimmt! Sie haben recht. Doch Autor Tristan von der Beys Zugang zum Thema „Gefühle“ und Geschichtenerzählen ist meines Erachtens ein besonderer.
Er versteht es zum Beispiel – scheinbare – Gegensätze auf harmonische Art zu vereinen:
Von der Bey zeigt Charaktere und schildert Vorgänge gleichermaßen offen-direkt wie voller Zwischentöne, er beschreibt sie auf ebenso verträumte wie bodenständige Art und Weise. Der Gesamteindruck, den die Geschichten beim Leser / bei der Leserin hinterlassen, ist eine vollkommene, in sich stimmige, literarische Komposition, die zutiefst berührt. Keine Erzählung gleicht der anderen. Weder im Schauplatz noch in den Figuren. Teils sind sie humorvoll, teils tragisch. Manche sind seltsam-skurril, andere tiefsinnig-philosophisch. Alle zeugen von genauer Beobachtungsgabe sowie tiefem Einfühlungsvermögen in die menschliche Seele.
In Tristan von der Beys Sprach- bzw. Erzählmelodie einzutauchen, ist einfach, weil er einen meisterlichen Umgang mit Sprache pflegt. Die sanfte Melodie zarter Poesie durchdringt jede Zeile, die der Autor zu Papier bringt. Trotzdem bleibt seine Sprache klar, verständlich und frei von jeglichem Pathos.
Im Vergleich mit anderen Erzählbänden, die ich heuer gelesen habe, überzeugt „Von Eis und Meer“ durch die Natürlichkeit im Stil, die Ausgewogenheit in der Themenwahl sowie die Nachhaltigkeit, mit der die Geschichten in der Leserin / im Leser Resonanz erzeugen.
Die Menschenschicksale, die Autor Tristan von der Bey beschreibt, sind authentisch, weil seine Charaktere Menschen aus Fleisch und Blut und keine zweidimensionalen Karikaturen ihrer selbst sind. Schon allein deshalb lohnt sich die nähere Beschäftigung mit seien Werken.
Martina Jung für Orange 94.0
Informationen zu Frau Jung finden Sie u.a. unter: Martina Jung und Union of Mankind
Bestellungen
Bestellungen am besten per E-Mail an: schillingerverlag@online.de
Tristan von der Bey, Grammophon & Tiger (Hörbuch)
Tristan von der Bey, Von Eis und Meer (Buch)
Rezension
Aron Sayed hat im Klassik-Magazin klassik.com eine Rezension zu Grammophon & Tiger verfasst:
Am Ende seines Lebens trifft ein Holländer in Rio de Janeiro auf einen Kindheitsfreund, den er bislang nur aus seinen Träumen kannte. Doch da ist es schon zu spät. Als Rafael am Körper seiner Geliebten ein Zeichen entdeckt, weiß er: Ich muss sie gehen lassen. Robert legt sich in sein selbst geschaufeltes Grab, verwundert, warum es sich so bequem anfühlt. Ein Licht von Fliederweiß, Schweinehälften umschwaden Gleisstrecken, aus geöffneten Fenstern segeln herbstblättrig Stühle, eine Stadt steht Kopf: Mittagspausen können schwereloser sein, als man es sich vorstellt. Von oben gesehen ist alles leichter. Ein Mann läuft über den Himmel, wie andere über den Bürgersteig. Am Grab eines Philosophen erfährt ein Abiturient sich selbst in einer traurigen, aber wichtigen Wahrheit.
So oder so ähnlich lassen sich Tristan von der Beys sieben Erzählungen umschreiben, die im Freiburger Schillinger Verlag als Hörbuch erschienen sind. Zuweilen bildmächtig, immer aber poetisch aufgeladen, nehmen die kurzen Geschichten manchmal beschreibende Züge an, etwa wenn der Zuhörende in ‘Draufsicht’ ein Flugzeug besteigt, um aus der Vogelperspektive die Verwirrungen postmodernen Großstadtlebens für Momente abzuschütteln. Auf von der Beys Texte trifft insofern das Attribut ‚literarisch‘ in emphatischem Sinne zu, als es dort zwar um Handlung geht, dahinter oder besser daneben jedoch das Spiel mit der Sprache selbst, mit Bildern, Erwartungen und deren Durchbrechungen steht. ‘Orlandos schwerelose Mittagspause’ etwa lässt sich in großen Teilen genauso als Prosagedicht wie als Erzählung verstehen. Dichte Texte wie ‘Grammophon und Tiger’ springen nicht nur räumlich virtuos zwischen Indien, Holland und Brasilien hin und her, sondern ebenfalls innerhalb verschiedener Vorstellungswelten. Immer jedoch bildet den Hauptrahmen das Erzählerische in Form des Wunderbaren, zuweilen Fantastischen, das novellenhaft als Ereignis oder Begebenheit in den Alltag einbricht, um diesen in sanfter Nachdrücklichkeit aus seinen Angeln zu heben. Geschichten wie ‘la corrida’, ‘Am Grab’ oder ‘Verschattung’ sind dafür gute Beispiele.
Acht verspielte Klavierstücke von Dennis Roth sorgen für die nötige Abwechslung und schöne atmosphärische Bereicherungen zwischen den Erzählungen. Die mal harmonisch schwebenden, mal melodiös vorwärts drängenden Miniaturen hat der aus dem Markgräflerland Stammende übrigens selbst eingespielt. Roths Stücke sind dabei so geschickt in den Programmverlauf eingefügt, dass sie so wirken, als würden sie die Texte kommentieren oder gar weitererzählen, ohne Worte, aber in Musik.
Die Stimme des aus Funk und Fernsehen bekannten Olaf Pessler hat mittlerweile wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Sein unaufgeregter, gleichwohl konstant wacher Vortrag sorgt beim Zuhörenden für Aufmerksamkeit. Dank der unterschwellig anklingenden theatralischen Souveränität, mit der Pessler auch komplexere Sätze und Metaphernabfolgen gestaltet, wird der Hörer am roten Faden leichtfüßig durch von der Beys Bild- und Handlungswelten geführt. Dabei bleibt in seiner Stimme der mal nur flüchtige, dann wieder stärker hervortretende melancholische Grundzug der Erzählungen stets gewahrt.
Wer die Geschichten in Ruhe selber nachlesen möchte: jüngst erschienen sind von der Beys Texte auch innerhalb des 20 Erzählungen umfassenden Erzählbandes ‘Von Eis und Meer’.